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Donnerstag, 20. Oktober 2011

Begriffsverdrehung und Mobbing im großen Stil

Wütende Griechen – Faule Griechen 
Streikende Griechen - Randalierende Griechen …

Man sollte sich nicht von reißerischen Propaganda-Nachrichten der Gattung „Progressive Werbung“ blenden lassen.
„Geiz ist geil“ mag manchen gefallen, muss aber nicht zwingend stimmen, und auf keinen Fall sollten solche Phrasen die MENSCHEN dazu bringen können, sinn- und hirnlos zu konsumieren und Dinge zu kaufen, die sie gar nicht brauchen, nur damit sie sie gekauft und dem Ziel der Werbung entsprochen haben.

Und so sollten auch reißerische Schlagzeilen nicht den Verstand der MENSCHEN in Stücke schlagen können und sie dazu bringen, dass sie sich davon überzeugen lassen, alles sei tatsächlich so, wie sie es gekocht, zerkaut und bereits vorverdaut serviert bekommen.

Papandreou sieht das Land im „Kriegszustand“
Und er warnt vor einer „Zersetzung“ des Landes
lautet eine aktuelle Schlagzeile, der Artikel ist hier zu lesen:

Dazu folgende Definition:
Krieg der; -(e)s, -e
1. ein Krieg (gegen jemanden/mit jemandem); ein Krieg (zwischen <Ländern, Völkern o. Ä.>) eine Auseinandersetzung, ein Konflikt über einen meist längeren Zeitraum, bei denen verschiedene Länder od. Teile eines Landes/Volkes mit Waffen gegeneinander kämpfen

" ... od. Teile eines Landes/Volkes mit Waffen gegeneinander kämpfen"
Nach dieser Definition kann nun in Ruhe auch auf das Ausrufen des „Ausnahmezustandes“ gewartet werden – oder muss man davon ausgehen, dass Georgios Papandreou als hoch studierter und ausgebildeter Ministerpräsident die Bedeutung des Begriffes „Krieg“ nicht kennt?

Eine Richtigstellung:
Dieser so genannte „Kriegszustand“ betrifft ausnahmslos die Millionen-Stadt Athen, nicht aber das ganze Land, man versucht überall nach wie vor, mit den Umständen irgendwie klar zu kommen und eine gewisse Normalität aufrechtzuerhalten, wobei sich das wegen der Sparmaßnahmen und Preis- sowie Steuererhöhungen immer schwieriger gestaltet.
Würde es in Berlin zur Zentrierung aller zur selben Zeit in Deutschland stattfindenden Demonstrationen kommen, so würden auch dort die Chaoten neben den friedlich Demonstranten alles kurz und klein schlagen. „Trittbrettfahrer“, so nannte man früher diejenigen, die eine Demo dafür nutzen, sich auf ihre Art und Weise Luft zu machen – und die hat es immer schon gegeben.
Außerdem – und auch das bleibt zumeist ungenannt, mögliche Gründe dafür kann jeder für sich selbst finden – betreffen die Demonstrationen zumeist den Bereich direkt um das Parlament, wo über das ganz offensichtlich nicht so schöne Schicksal der MENSCHEN dieses Landes entschieden wird.

Was heißt eigentlich „Demonstration“?
Das Fremdwörterlexikon von Wahrig, erschienen im dtv-Verlag, gibt folgende Erklärung:
Demonstration 1 Beweisführung, Darlegung 2 anschaul. Schilderung, Schau, Vorführung; Flotten~ 3 Massenkundgebung, Protestkundgebung [<lat. demonstratio „das Zeigen, Darlegung“]
Eigene Gedanken zu dieser Definition sind ausdrücklich dem Leser überlassen, ebenso in Bezugsetzen des Begriffes in seiner ursprünglichen Bedeutung zu seinem subtil etwas Anderes suggerierendem in vielen Medien.

Hier die Demonstration in Thessaloniki in der ursprünglichsten Form der Bedeutung des Wortes, mit der Frage, ob auch darüber in deutschen Medien berichtet worden ist:

video
Gefunden unter http://www.youtube.com/watch?v=nBsNmgCedWI


Um den Begriff des Mobbings ist es in den letzten Jahren erstaunlich still geworden, wobei es für eine lange Zeit das geflügelte Wort in deutschen Medien gewesen war.

Wie wird „Mobbing“ nun eigentlich definiert?

Im Wahrig steht:
Mobben (V.) einen Arbeitskollegen hinter seinem Rücken schlecht machen, über ihn lästern, ihn verleumden, schikanieren mit dem Ziel, ihn vom Arbeitsplatz zu vertreiben [< engl., mob „über jmdn. herfallen“]

Nicht selten hatte man davon gelesen, dass eine neue Form des Mobbing in vielen Betrieben herrsche, und zwar die des Mobbing von oben nach unten, also von den Chefetagen in die Belegschaft. Das Ziel ist wohl hier weniger eine Kündigung seitens des Arbeitnehmers, als vielmehr, einen Zusammenschluss der Angestellten durch ständiges Zwietrachtsäen zu verhindern, denn Einigkeit macht ja bekanntlich stark.
Warum aber hört man nichts mehr von diesem Thema, das in den Medien so oft behandelt worden ist?
Hat man sich an die „neuen Arbeitsplatzbedingungen“ gewöhnt? Schwimmt man nun mit dem Strom mit, um sich seinen Arbeitsplatz erhalten zu können? Oder verschließt man einfach nur seine Augen, um der Angst zu entrinnen?
Ganz egal, was der Grund sein mag, Tatsache ist und bleibt, dass der Arbeitnehmer sich an eventuell neue Arbeitsplatzbedingungen gewöhnt hat, vielleicht bekommt man es schon gar nicht mehr bewusst mit, wenn tatsächlich von den oberen Etagen aus ganz subtil dafür gesorgt wird, dass die Mitarbeiter sich nur ja nicht zu gut verstehen. Das ändert sich auch dadurch nicht, dass man sich im Laufe der Jahre das „du“ in der Belegschaft angewöhnt hat, oftmals auch gegenüber den Vorgesetzten. Diese vertrauliche Anrede schafft in den meisten Fällen lediglich pseudo-familiäres Klima im Betrieb, Betonung auf PSEUDO.

Und nun, wo Otto-Normalverbraucher an jegliche Methode des Mobbings gewöhnt ist, sie kaum mehr wahrnimmt, kann das auch im großen Rahmen eingesetzt werden, in dem Betrieb, der sich Europäische Union nennt, eine Union, die uns verkauft worden ist als eine sinnvolle Vereinigung der MENSCHEN verschiedener Völker auf dem europäischen Kontinent.
In Wahrheit ist jedoch anzunehmen, das es sich um eine reine Wirtschaftsunion für eine nicht zu Unrecht „elitär“ genannte Gruppe handelt, in der eine Krähe der anderen natürlich kein Auge aushackt.

Wir MENSCHEN jedoch lassen uns durch (gezieltes?) Mobbing dazu verleiten, uns gegenseitig zu verachten, mit diversen und nicht so freundlichen Adjektiven zu belegen, und Angst davor zu bekommen, dass der „Kollege“ (Bewohner eines anderen EU-Landes) uns unsere Lebensgrundlage („Warum soll der deutsche Michel für die Faulheit der Griechen bezahlen?) wegnehmen könnte.
Und per "verbalem copy-paste" werden Aussagen weiter verbreitet, um deren Richtigkeit sich kaum mehr Gedanken gemacht wird – im Endeffekt zu unser aller Nachteil, auch zu deren, die sich zum gedankenlosen Verbreiten propagandistischer, „mobbistischer“ und nicht immer richtiger Aussagen gerne hergeben.

Hat man eigentlich wirklich so schnell eine der schockierendsten Aussagen aus den Reihen der Politiker, nämlich die der Angela Merkel, vergessen, bei der ein Aufschrei der Empörung durch Deutschland hätte ertönen müssen?

video
Gefunden unter: http://www.youtube.com/watch?v=PhH3FmB2uus

Eins muss man der Bundeskanzlerin lassen: EHRLICHER GEHT´S NICHT!!!

Nebenbei bemerkt: Wie steht es mit den schriftlichen „Versprechungen“, die ein Arbeitnehmer im Rahmen eines Arbeitsvertrages seinem Arbeitgeber gibt? Was geschieht, wenn er diesen „Versprechungen“ nicht entspricht und ihnen zuwider handelt?
Das Wort „Wahlversprechen“ ist hier wohl auch nicht ganz richtig, es sollte wohl eher heißen „Vertrag, auf dessen Basis die Anstellung zum Minister, Bundeskanzler, etc. durch die Wählerschaft erfolgt“. Aber das, wie gesagt, nur nebenbei, weil sich auch hier der Gedanke von einer Verdrehung der Bedeutung eines Begriffes aufdrängt …

Persönliches Fazit aller dieser Überlegungen und Tatsachen:
Es wird wirklich allerhöchste Zeit, dass wir alle, wir MENSCHEN, also diejenigen, die nicht irgendeiner elitären Gruppe angehören, uns ebenso als Gruppe zu verstehen beginnen, wie „die anderen“, die durch offensichtlich beabsichtigte Verdrehung der Bedeutung von Begriffen, durch offensichtlich gezieltes Mobbing im Betrieb „Völker der Europäischen Union“ und unter zu Hilfenahme anderer Mittel der Verwirklichung ihrer Ziele von Tag zu Tag näher kommen – welche auch immer das sein mögen, sicher aber sind es keine „zum Wohle der Menschheit“.

1 Kommentar:

  1. Prima Artikel danke dafür ! Weitermachen !
    Liebe grüße aus Duisburg

    Fr33dom67

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